Statuten   

 

A

NAME, GRÜNDUNG, SITZ

Name
Sitz
Gründung

Art. 1

Unter dem Namen Katholischer Frauenbund BL (KFBL) besteht ein im Jahr 1939 gegründeter Verein im Sinn von ART. 60ff ZGB mit Sitz am jeweiligen Wohnort der Präsidentin oder einer Co-Präsidentin. Er ist ein Kantonalverband des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes SKF und durch diesen der Union Mondiale des Organisations Féminines Catholiques UMOFC angeschlossen.

 

B

ZWECK UND AUFGABEN

Zweck

Art. 2

Der KFBL ist ein kantonaler Zusammenschluss von Frauen und Frauenorganisationen mit christlicher Grundhaltung. Als Dachverband vertritt er Fraueninteressen und erfüllt Aufgaben in Staat, Kirche und Gesellschaft, ist aber parteipolitisch neutral.

Aufgaben

Art. 3

 

3.1

Förderung der persönlichen, religiösen, staatsbürgerlichen und kulturellen Bildung der Frauen

 

3.2

Förderung der Frau in Kirche, Staat und Gesellschaft

 

3.3

Stellungnahme zu aktuellen Fragen

 

3.4

Wahrnehmung und Erfüllung sozialer Aufgaben

 

3.5

Einsatz für ökumenische Bestrebungen

 

3.6

Schulung der Vorstände der angeschlossenen Vereine und Koordination der internen Verbandsarbeit Veranstaltung kantonaler und regionaler Tagungen und Kurse

 

3.7

Veranstaltung kantonaler und regionaler Tagungen und Kurse

 

3.8

Zusammenarbeit mit anderen Frauenorganisationen und Institutionen auf kantonaler Ebene

 

3.9

Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Katholischen Frauenbund SKF und Förderung seiner sozialen Werke.

 

C

MITGLIEDSCHAFT

 

Art. 4

Mitglieder

4.1

Kollektivmitglieder

 

4.1.1

Ortsvereine wie Frauengemeinschaften, Frauenbund usw.

 

4.1.2

Kantonale Frauenverbände

 

4.1.3

Ökumenische Frauengruppierungen

 

4.1.4

Religiöse Frauengemeinschaften

 

4.2

Einzelmitglieder

 

4.3

Ehrenmitglieder

 

Art. 5

Aufnahme

Gesuch um Aufnahme von Kollektivmitgliedern sind unter Beilage der Statuten an den Kantonalvorstand zu richten. Einzelmitglieder können ihren Beitritt schriftlich oder mündlich beim Kantonalvorstand anmelden.

Austritt

Der Austritt ist auf Ende des Geschäftsjahres (Kalenderjahres) schriftlich mitzuteilen.

Ausschluss

Wenn ein Mitglied in schwerer Weise gegen die Interessen des Vereins verstösst, ist der Kantonalvorstand zu dessen Ausschluss berechtigt. Dem ausgeschlossenen Mitglied steht ein Rekursrecht an die Generalversammlung zu. Austretende oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

 

D

Organisation

 

Art. 6

Organe

Die Organe des Vereins sind:
Generalversammlung
Kantonalvorstand
Rechnungsrevisorinnen

 

Art. 7

General-
versammlung

Oberstes Organ ist die Generalversammlung. Sie wird als Delegiertenversammlung gestaltet und tritt alljährlich in den ersten vier Monaten zusammen. Ausserordentliche Generalversammlungen werden auf Verlangen des Kantonalvorstandes oder auf schriftliches Verlangen eines Fünftels der Mitglieder gemäss Art. 4.1.1 einberufen. Teilnahmeberechtigt sind Kollektiv-, Einzel- und Ehrenmitglieder sowie Gäste.

 

Art. 8

Stimmrecht

Das Stimmrecht haben:

 

8.1

Kollektivmitglieder, gemäss Art. 4.1.1, welche die entsprechenden Beiträge pro Mitglied bezahlen, stellen auf 50 Mitglieder 1 Delegierte, mindestens 2, höchstens 15.

 

8.2

Kollektivmitglieder, gemäss Art. 4.1.2 und 4.1.3, die einen jährlichen Pauschalbetrag bezahlen, stellen eine Delegierte.

 

8.3

Alle Einzelmitglieder.

 

8.4

Alle Mitglieder des Kantonalvorstandes.

 

Art. 9

Einberufung

Die Generalversammlung wird, unter Bekanntgabe der Traktandenliste, durch schriftliche Einladung vom Kantonalvorstand vier Wochen im Voraus einberufen.

Anträge

Anträge an die Generalversammlung sind bis spätestens acht Wochen im Voraus dem Kantonalvorstand schriftlich einzureichen.

 

Art. 10

Zuständigkeit

In die Zuständigkeit der Generalversammlung fallen:

 

10.1

Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung, des Jahresberichts, der Jahresrechnung und des Budgets.

 

10.2

Festsetzung der Mitgliederbeiträge.

 

10.3

Wahl der Kantonalpräsidentin, der Vizepräsidentin, eines allfälligen Co-Präsidiums, der Kassierin, der übrigen Vorstandsmitglieder und der beiden Rechnungsrevisorinnen.

 

10.4

Behandlung von Anträgen.

 

10.5

Aufnahme von Mitgliedern, Ernennung von Ehrenmitgliedern.

 

10.6

Beschlussfassung über Revisionen der Statuten

Beschlussfassung über Auflösung des Vereins.

 

Art. 11

Abstimmungen

Wahlen

Abstimmungen über Sachgeschäfte erfolgen offen. Wahlen können offen oder geheim durchgeführt werden. Bei Stimmengleichheit hat die Kantonalpräsidentin den Stichentscheid.

 

Art. 12

Kantonal-
vorstand

Der Kantonalvorstand setzt sich aus einer ungeraden Zahl von gewählt Mitglieder zusammen.

 

12.1

Kantonalpräsidentin, Vizepräsidentin oder Co-Präsidium

 

12.2

Kassierin

 

12.3

Aktuarin

 

12.4

Regionalvertreterin Gruppen junger Frauen

 

12.5

Weitere vom Kantonalvorstand vorzuschlagende Mitglieder. Die Kantonalpräsidentin, Vizepräsidentin oder das Co-Präsidium und die Kassierin werden von der Generalversammlung gewählt. Im Übrigen konstituiert sich der Vorstand selber.

     
 

Art. 13

Geistliche Begleitung

Der Vorstand bestimmt die geistliche Begleitung des Verbandes. Diese kann von einer Theologin, einem Theologen oder einer Katechetin, einem Katecheten wahrgenommen werden.

 

Art. 14

Amtsdauer

Die Vorstandsmitglieder werden auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Sie sind zweimal wieder wählbar. Die max. Amtszeit beträgt also zwölf Jahre. Die Amtszeit der Präsidentin beträgt max. 12 Jahre unabhängig von ihrer vorgängigen Mitgliedschaft im Vorstand.

Während der Amtszeit ausscheidende Mitglieder kann der Kantonalvorstand für das laufende Vereinsjahr ersetzen. Die Ersatzwahl ist aber an der nächsten Generalversammlung für die laufende Amtszeit vorzunehmen.

 

Art. 15

Aufgaben

Der Kantonalvorstand hat folgende Aufgaben:

 

15.1

Wahrnehmung der unter Art. 3 genannten Verbandsaufgaben.

 

15.2

Beschlussfassung über laufende Geschäfte und deren Erledigung.

 

15.3

Verabschiedung von Stellungnahmen, Verlautbarungen usw.

 

15.4

Planung und Durchführung des Jahresprogrammes.

 

15.5

Bestellung und Begleitung von Arbeitsgruppen und Entgegennahme deren Tätigkeitsberichte.

 

15.6

Wahl der Arbeitsgruppenmitarbeiterinnen und der Vertreterinnen des Verbandes in anderen Gremien.

 

15.7

Vorbereitung und Durchführung der Generalversammlung und einer allfälligen Statutenrevision.

 

15.8

Ausführung der Beschlüsse der Generalversammlung.

 

15.9

Rechnungsführung und Vermögensverwaltung.

 

15.10

Presse und Informationsarbeit.

 

15.11

Vertretung des Verbandes nach aussen.

 

Art. 16

Einladungen

Mindestens einmal jährlich lädt der Kantonalvorstand alle Präsidentinnen und ev. weitere Vorstandsfrauen der Ortsvereine zu einer Konferenz ein.

Aufgaben der Konferenz

Gegenseitige Information und Erfahrungsaustausch Aussprache über aktuelle Probleme der Verbandsarbeit Weiterbildung der Ortspräsidentinnen und deren Vorstände Planung und Beschlussfassung gemeinsamer Aktionen.

 

Art. 17

Vereinskasse

Die Kassierin ist verantwortlich für die Führung der Vereinskasse, allfälliger Fonds sowie für die Vermögensverwaltung. Sie erstellt Jahresrechnung und Budget.

 

Art. 18

Unterschrift

Die rechtsverbindliche Unterschrift führen die Präsidentin, die Vizepräsidentin oder das Co-Präsidium je zu zweien oder einzeln, zusammen mit der Kassierin. Für Bank- und Postverkehr hat die Kassierin Einzelunterschrift.

 

Art. 19

Rechnungs-
revisorinnen

Die Rechnungsrevisorinnen prüfen die Rechnung und den Vermögensstand der Verbandskasse sowie allfälliger Fonds und erstatten der Generalversammlung Bericht und Antrag. Die Amtsdauer der Rechnungsrevisorinnen beträgt vier Jahre. Wiederwahl ist möglich

 

E

Finanzen

 

Art. 20

Verbandskasse

Die finanziellen Mittel der Verbandskasse setzen sich wie folgt zusammen:

 

20.1

bestehendes Vermögen und dessen Erträge

 

20.2

Jahresbeiträge der Mitglieder

 

20.3

Beiträge von kirchlichen und öffentlichen Institutionen

 

20.4

Zuwendungen und Legate

 

Art. 21

Fonds

Die finanziellen Mittel allfälliger Fonds setzen sich wie folgt zusammen:

 

21.1

bestehendes Vermögen und dessen Erträge

 

21.2

Kantonales Kirchenopfer

 

21.3

Weitere Beiträge

 

21.9

Schenkungen und Legate

 

Der Vorstand erstellt Richtlinien über die Verwendung von Spendengeldern.

 

Art. 22

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen.

 

Art. 23

Verbindlichkeit

Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet ausschliesslich das Vereinsvermögen.

 

F

Schlussbestimmungen

 

Art. 24

Auflösung

Die Generalversammlung kann die Änderung dieser Statuten sowie die Auflösung des KFBL beschliessen, wenn mindestens zwei Drittel der anwesenden Stimmberechtigten zustimmen. Über die Auflösung kann nur abgestimmt werden, wenn der Antrag dazu auf der Traktandenliste der Einladung zur Generalversammlung bekanntgegeben worden ist.

 

Art. 25

 

Das Vermögen des aufgelösten Verbandes ist während drei Jahren auf der angestammten Bank zu belassen. Die Zinsen werden hinzugeschlagen. Die Substanz darf nicht angegriffen werden. Eine von der Generalversammlung zu bestimmende Finanzkommission, bestehend aus drei Mitgliedern, ist für die Verwaltung und für den jährlichen Rechenschaftsbericht an die Landeskirche BL verantwortlich.

Erfolgt nach Ablauf der drei Jahre keine Neugründung des KFBL, so ist sein Vermögen Institutionen oder Vereinigungen zu übertragen, deren Aufgaben und Zweck denjenigen des aufgelösten KFBL entsprechen.

 

Art. 26

 

Diese Statuten treten nach deren Genehmigung an der Generalversammlung vom 25. April 1995 in Münchenstein in Kraft und ersetzen frühere Bestimmungen vom 27. April 1976

 

KATHOLISCHER FRAUENBUND BASELLAND

Muttenz, 25. April 1995

Die Präsidentin