Katholischer Frauenbund Baselland – Für Frauen, die die Welt gestalten
Der Katholische Frauenbund Baselland (KFBL) ist eine Gemeinschaft von Frauen, die sich für eine schönere, gerechtere und lebenswertere Welt in ihrem Kanton einsetzen. Der Kantonalverband ist dem Frauenbund Schweiz - überraschend anders katholisch angeschlossen.
Zu unseren Angeboten gehören:
- die Vernetzung von Frauen aus den angeschlossenen Ortsvereinen
- Kurse und Informationsveranstaltungen
- Engagement in sozialen und kirchlichen Bereichen
- eine kirchliche und spirituelle Heimat für Frauen, denn wir vertreten eine befreiende und glaubwürdige Kirche
Aktuelles
50 Jahre Solidaritätsfonds für Mutter und Kind – ein halbes Jahrhundert gelebte Solidarität
Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind feiert 2026 sein 50-jähriges Jubiläum. Seit 1976 konnte das Sozialwerk des Frauenbund Schweiz über 30’000 Frauen und Familien in schwierigen Lebenssituationen unterstützen. Engagierte Frauen gründeten den Solidaritätsfonds als mutige Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen. Seither ist er zu einer Erfolgsgeschichte geworden, die bildhaft zeigt, wie viel Menschen bewegen können, wenn sie solidarisch bleiben und zusammenspannen. Der Fonds hilft dort, wo staatliche Unterstützung Lücken hat, und trägt entscheidend dazu bei, dass das soziale Netz in der Schweiz trägt – schnell, unbürokratisch und menschlich.
Solidarität, die Hoffnung schenkt
Armut in einem der reichsten Länder der Welt – das scheint ein Widerspruch. Und doch werden Beratungsstellen täglich um Hilfe angefragt: Mütter, die nicht wissen, wie sie die nächste Windelpackung bezahlen sollen; Familien, die unerwartet hohe Gesundheitskosten bezahlen müssen; steigende Lebenskosten, welche den Schlaf rauben. Genau hier wirkt der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind.
«Das Jubiläum ist ein Moment, um innezuhalten, Danke zu sagen und sichtbar zu machen: Das ist unser aller Erfolg. Wir feiern gemeinsam mit allen Frauen, die den Solidaritätsfonds über all die Jahre aufgebaut haben, und allen Gönnerinnen und Gönnern, die diese Hilfe überhaupt erst ermöglichen», sagt Liliane Parmiggiani, Fundraising Frauenbund Schweiz. Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind zeigt seit 50 Jahren: Solidarität wirkt – jede Geste schenkt Hoffnung und stärkt Familien in Not.
So wirkt der Solidaritätsfonds – damals wie heute
Der Solidaritätsfonds leistet Überbrückungshilfe für Frauen und Familien in finanziellen Notlagen – insbesondere rund um Schwangerschaft, Geburt und Kinderbetreuung. Gesuche werden über Fachstellen eingereicht und von einer unabhängigen Expertinnenkommission sorgfältig geprüft. Die Unterstützung ist individuell zugeschnitten und wirkt dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
2024 wurden 399 Gesuche bewilligt. Häufigste Unterstützungsthemen waren Babyausstattung, Kinderbetreuung, Gesundheitskosten, Ausbildung und Mietzuschüsse. Jede vierte Mutter war alleinerziehend, 5 Prozent waren unter 20 Jahre alt. Die rückläufigen Einnahmen aus der jährlichen Kirchenkollekte führten 2024 zu einer Finanzierungslücke von rund 70’000 Franken, welche durch eiserne Reserven gedeckt werden musste.
Ein Fonds als Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen von 1976
Der Solidaritätsfonds wurde im Jahr 1976 als direkte Reaktion auf die Diskussion über die Einführung der Fristenregelung ins Leben gerufen. Der Frauenbund Schweiz (vormals SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund) setzte bewusst ein Zeichen: Frauen, die sich trotz prekärer Lebenssituation für die Fortführung der Schwangerschaft entschieden, sollten nicht allein gelassen werden. Der Fonds unterstützte sie finanziell, schenkte Halt und ermöglichte ihnen, ihr Kind unter würdigen Bedingungen zur Welt zu bringen. Dieser Grundgedanke prägt die Arbeit bis heute: «Unsere Welt ist unsicherer geworden – und die ersten, die dies spüren, sind Mütter und Kinder. Wenn Unterstützungssysteme nicht ausreichen und der Alltag immer teurer wird, braucht es unbürokratische Unterstützung mehr denn je. Der Solidaritätsfonds ist ein Schutzschild, der verhindert, dass Lebenskrisen zu Lebenskatastrophen werden», erklärt Liliane Parmiggiani, Fundraising Solidaritätsfonds für Mutter und Kind.
Anlässe im Jubiläumsjahr
Der Frauenbund macht 2026 sichtbar, was Solidarität bedeutet – mit Aktionen in Vereinen, Pfarreien und Gemeinden sowie mit Botschafter:innen, die erklären, warum ihnen die Unterstützung von Müttern in Not am Herzen liegt.
· 10./11. Januar 2026 – Offizielle Kollekte der Schweizer Bischofskonferenz
· 11. Januar 2026, Dagmersellen (LU) – Festgottesdienst mit Katharina Jost Graf, Co-Präsidentin Frauenbund Schweiz, begleitet vom Jugendchor Klangwelt Wiggertal
· 25. April 2026 – Frauenbund-Laufgruppe am Luzerner Stadtlauf
· 10. Mai 2026 – Muttertagsaktionen in Pfarreien und Vereinen
So zeigt das Jubiläum eindrücklich, wie viel möglich wird, wenn Menschen hinschauen, Verantwortung übernehmen und solidarisch handeln. Denn: in einer Gesellschaft, die sich rasant verändert und in der soziale Sicherheiten brüchiger werden, sind Spenden ein starkes Zeichen dafür, dass wir Mütter in Not nicht aus den Augen verlieren.
Kontakt für Medienanfragen
Sarah Paciarelli, Kommunikation, sarah.paciarelli@frauenbund.ch, 078 331 92 22
Frauenbund Schweiz
Der Frauenbund Schweiz ist mit 100'000 Mitgliedern, 17 Kantonalverbänden, 500 Ortsvereinen und zwei Hilfswerken das grösste konfessionelle Frauennetzwerk der Schweiz. Der Frauenbund Schweiz wirkt überraschend anders katholisch und engagiert sich für die Rechte aller Frauen in Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft und Politik. www.frauenbund.ch
Frauenbund Schweiz: Solidarität bei Schwangerschaftsabbruch und Mutterschaft
Die katholische Frauenorganisation Frauenbund Schweiz macht sich für das Recht auf Selbstbestimmung stark. Dazu gehört das Recht auf ein gelingendes und würdiges Leben – ebenso wie die Möglichkeit, sich für einen sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden.
Auch dieses Jahr findet der «Marsch fürs Läbe», eine religiös-konservativ gefärbte Kundgebung von Abtreibungsgegner:innen findet statt. Events wie diese üben Druck auf Frauen aus und verstärken das gesellschaftliche Stigma gegenüber jenen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben.
Leid anerkennen statt verurteilen
Getragen von seinem katholischen Selbstverständnis tritt der Frauenbund Schweiz
zusammen mit seinen Mitgliedern für Dialog, Verständnis und Wohlwollen ein – und steht Frauen in allen Lebenslagen zur Seite.
Der Frauenbund fordert die Achtung des Gewissens von Frauen in Entscheidungssituationen. Er spricht sich nicht pauschal gegen Abtreibung aus, sondern stellt die Selbstbestimmung der Frau sowie die Notwendigkeit von Solidarität, Beratung und
Unterstützung in den Vordergrund. Frauenbund Schweiz setzt sich als katholische Frauenorganisation für den Schutz des Lebens ein. Der Verbandsvorstand verkennt jedoch nicht soziale, rechtliche oder wirtschaftliche Aspekte, die zu einem Schwangerschaftsabbruch führen können.
Selbstbestimmung und Solidarität
Jede Frau, die sich trotz Notlage für die Mutterschaft entscheidet, die ein Kind zur
Welt bringt, auch wenn es nicht geplant war – aber auch jede Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch vornimmt, hat Anspruch auf Unterstützung, Respekt, Begleitung und Zuwendung der Gesellschaft. Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen, befinden sich oft in einer ausweglosen Lage. Das ist traurig, aber nicht verdammenswert. Sie brauchen Hilfe, Unterstützung sowie Zugang zu medizinisch sicheren Schwangerschaftsabbrüchen.
Frauenbund bietet konkrete Hilfe
Frauen, die sich trotz einer prekären Lebenssituation zur Austragung eines Kindes
entscheiden, unterstützt der Frauenbund Schweiz finanziell durch den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind, der sich durch Spenden finanziert. Er besteht seit 1976 und leistet schnell und unbürokratisch Überbrückungshilfe für Frauen und Familien, die in finanzielle Not geraten sind – insbesondere im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Kinderbetreuung.
Überraschend anders katholisch
Gerade im Kontext von Schwangerschaftsabbruch zeigt sich, dass der Frauenbund
Schweiz überraschend anders katholisch ist. Während in Kirche und Gesellschaft Schwangerschaftsabbrüche tabuisiert werden, bemüht sich der Frauenbund um eine differenzierte Haltung, stellt Fragen und sucht den Dialog. Er spricht offen über das Leid und die Notlagen, in denen sich Frauen befinden, wenn sie einen Abbruch erwägen – und sieht sie nicht als Schuldige, sondern als Menschen, die Zuwendung und Unterstützung brauchen.
• Überraschend heisst: Wir stellen Fragen, wo andere schweigen. Wir bringen Themen aufs Tapet, die in Kirche und Gesellschaft unbequem sein können. Und wir tun das mit Haltung – im Dialog, im Vertrauen auf unser Gewissen und getragen vom Glauben.
• Anders meint: Wir verstehen Katholisch-Sein nicht als starre Norm, sondern als Verantwortung. Als Offenheit. Als solidarisches Engagement für alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Lebensform, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung oder Religionszugehörigkeit. Wir vertreten Positionen, die in der katholischen Soziallehre verankert und feministisch sind. Dabei orientieren wir uns an der gleichwürdigen Teilhabe aller.
• Katholisch bedeutet: weltumspannend, gemeinschaftlich und dem Menschen zugewandt. Wir leben unseren Glauben im Einsatz für eine gerechtere Welt – und bringen unsere Stimme ein, wo es um Menschenwürde, Solidarität und ein gelingendes Leben für alle geht.
Kontakt für Medienanfragen
Sarah Paciarelli, Kommunikation
sarah.paciarelli@frauenbund.ch, 078 331 92 22
Frauenbund Schweiz
Der Frauenbund Schweiz ist mit 100'000 Mitgliedern, 17 Kantonalverbänden und
500 Ortsvereinen das grösste konfessionelle Frauennetzwerk der Schweiz. Der
Frauenbund Schweiz wirkt überraschend anders katholisch und engagiert sich für
die Rechte aller Frauen in Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft und Politik. www.frauen
bund.ch
Delegiertenversammlung des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes: Neue Führung, neuer Name und das erste Mal ein Co-Präsidium
Die Delegierten des Frauenbund Schweiz (ehemals SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund) haben an der Delegiertenversammlung vom 23. Mai 2025 in Visp wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Verabschiedungen, Neuwahlen und eine zukunftsweisende Namensänderung prägten den Anlass.